Betreuungsverfügung, Patientenvollmacht und Vorsorgevollmacht

Geschrieben von Rechtsanwältin Baumann am .

Ob durch Unfall, Alter oder Krankheit - jeder kann früher oder später in die Lage geraten, wichtige Fragen nicht mehr selbst beantworten und Entscheidungen selbst fällen zu können. Rechtzeitige Vorsorge ist deshalb unabkömmlich.

Lesen Sie im folgenden Rechtstipp, welche Instrumente der Gesetzgeber für Fälle, in denen man seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, präventiv an die Hand gibt.

Ob durch Unfall, Alter oder Krankheit - jeder kann früher oder später in die Lage geraten, wichtige Fragen nicht mehr selbst beantworten und Entscheidungen selbst fällen zu können. Rechtzeitige Vorsorge ist deshalb unabkömmlich.

Lesen Sie im folgenden Rechtstipp, welche Instrumente der Gesetzgeber für Fälle, in denen man seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, präventiv an die Hand gibt.

Vorsorgevollmacht

Hohe Eigenverantwortlichkeit verbleibt bei der sog. Vorsorgevollmacht: mit diesem Instrument kann der Betroffene einer anderen Person die Wahrnehmung einzelner oder aller Angelegenheiten für den Fall übertragen, dass er seine Entscheidungsfähigkeit einbüßt.

Das Gericht wird hierbei nur eingeschaltet, wenn es einer Kontrolle des Bevollmächtigten bedarf - ansonsten kann dieser für den Betroffenen handeln, ohne dass es weiterer Maßnahmen bedarf.

Die Vorsorgevollmacht kann jederzeit entzogen oder inhaltlich verändert werden, solange der Vollmachtgeber geschäftsfähig ist.

Patientenverfügung

Durch diese Art der Vorsorge kann der Betroffene bezüglich des "Ob" und "Wie" medizinischer Maßnahmen entscheiden. Es kann exakt festgelegt werden, ob bei konkret beschriebenen Krankheitszuständen bestimmte medizinische Maßnahmen durchgeführt werden sollen oder nicht. Dies beugt dem vor, dass andere über eine medizinische Behandlung entscheiden können, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist.

Seit September 2009 ist die Patientenverfügung durch das Pateintenverfügungsgesetz rechtlich verankert.

Betreuungsverfügung

Mit dem Dritten Vorsorgeinstrument kann bereits im Voraus festgelegt werden, wer gerichtlich als Betreuer bestellt werden soll, wenn dies von Nöten ist. Vorteilhaft ist auch, dass umgekehrt gesagt werden kann, wen man gerade NICHT als Betreuer möchte.

Zudem können diverse Modalitäten der Betreuung festgelegt werden, z.B. ob im Pflegefall eine Betreuung zu Hause oder im Heim erwünscht ist und welche Wünsche und Gewohnheiten des Betroffenen vom Betreuer akzeptiert werden sollen.

Die genannten Möglichkeiten können kombiniert werden. Bei Fragen rund um die Vorsorge helfen wir Ihnen gerne.